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Auslandsaufenthalt:

Praktikum im Ausland

  • Ein Auslandspraktikum bringt:

    • Einblicke in die Arbeitswelt eines anderen Landes

    • Interkulturelle und soziale Kompetenzen

    • Sprachkenntnisse

    • Zusätzliche berufliche Qualifikation

    • Pluspunkte bei der Jobsuche

    Auch für ein Praktikum im Ausland gilt: rechtzeitig, also mindestens ein Jahr vorher, mit der Planung beginnen. Doch wann ist der ideale Zeitpunkt für den Auslandseinsatz? Es spricht einiges dafür, das Praktikum noch während des Studiums oder zwischen Bachelor und Master zu absolvieren – Hauptsache Sie haben noch den Studentenstatus.

    Der Grund: In vielen Ländern werden Sie nur dann als Praktikant anerkannt, wenn Sie an einer Hochschule eingeschrieben sind. Denn sonst gelten Sie offiziell als Arbeitnehmer, was für das Unternehmen einige Hindernisse mit sich bringen kann. Unter Umständen benötigen Sie dann ein Arbeitsvisum und eine Aufenthaltserlaubnis.

    Die Vorbereitungsphase unterscheidet sich kaum von der für das Auslandsstudium – lediglich die Ansprechpartner variieren und Sie müssen viel mehr auf eigene Faust organisieren.

  • Einen Praktikumsplatz finden

    Das Akademische Auslandsamt der Hochschulen fördert in erster Linie den wissenschaftlichen Austausch und weniger die berufliche Praxis. Doch in den vergangenen Jahren hat sich viel getan und mittlerweile gibt es etliche Börsen und Agenturen, die Praktika ins Ausland vermitteln.

    • Über www.wege-ins-ausland.netzcheckers.net (auf der Startseite links auf „Alles über Auslandspraktika“ klicken) finden Sie den „QualitätsCheck Auslandspraktikum“, der wichtige qualitative Kriterien für Vermittlungsorganisationen vorstellt.

    • Adressen von Vermittlungsstellen und eine umfassende Linkliste mit Praktikumsbörsen weltweit und nach Ländern sortiert, hat der DAAD erstellt: www.daad.de/ausland/praktika.

    • Der Sprachreisenanbieter Education First (EF) veranstaltet regelmäßig seinen 3-Länder-Praktikumswettbewerb, bei dem Sie sich um ein dreimonatiges Praktikum in drei verschiedenen Ländern Ihrer Wahl bewerben können: www.ef.com/praktikumswettbewerb. Dabei trägt EF sämtliche Reisekosten und Spesen.

    Eine sinnvolle Alternative zum herkömmlichen Praktikum bieten die von der Bundesregierung geförderten Freiwilligendienste. Dabei helfen Sie in der Regel bei konkreten Projekten in bestimmten Ländern und können entscheiden, ob Ihr Engagement einen humanitären, ökologischen, sozialen oder entwicklungspolitischen Hintergrund haben soll.

    In anderen Ländern herrschen natürlich auch andere Bewerbungsverfahren. Die Europäische Kommission hat für Europa die Broschüre „Sie hören dann von uns“ herausgebracht, in der Sie wichtige Infos über Bewerbungsabläufe in den europäischen Ländern erhalten. Der Download steht hier bereit: www.rausvonzuhaus.de/wai1/showcontent.asp.

    Weitere länderspezifische Bewerbungstipps gibt auch die ZAV der Arbeitsagentur unter www.zav-auslandsvermittlung.de (Im Homepage-Text auf „Arbeiten im Ausland“ klicken und in linker Menü-Spalte auf „Bewerbungstipps“).

  • Flug

    Einige Reisebüros haben sich auf günstige Angebote für Studenten spezialisiert. Zu nennen ist beispielsweise STA Travel (www.statravel.de), das mit über 35 Reisesbüros in ganz Deutschland vertreten ist. Für einige Studentenangebote muss der internationale Studentenausweis ISIC vorgelegt werden (siehe „Internationaler Studentenausweis“). In jedem Fall sollten Sie immer prüfen, ob der Studententarif einer Fluggesellschaft wirklich günstiger ist als die entsprechenden Angebote der Billigflieger.

    Sie sollten auch die Gepäckbestimmungen beachten. Nach mehreren Semestern im Ausland ist es meist schwer, mit 20 kg Gepäck auszukommen, um alle Erinnerungen in die Heimat zu transportieren. Manchmal lohnt sich also ein etwas teureres Ticket, das dafür mehr Gepäckmitnahme erlaubt, denn Übergepäck ist teuer.

  • Unterkunft/Wohnung

    Für einen Auslandsaufenthalt eine Wohnung oder ein Zimmer zu finden, in dem man sich wohl und sicher fühlt und sich gerne aufhält, ist sehr wichtig. Insbesondere nach einem anstrengenden Tag an der Uni oder bei der Arbeit – und womöglich der anfangs noch anstrengenden Kommunikation in einer Fremdsprache – ist es sehr viel wert, sich abends in seine eigenen vier Wänden zurückziehen zu können.

    Oftmals ist es im Ausland jedoch üblich, sich mit anderen Studenten oder Praktikanten sogar ein Zimmer zu teilen. Je nach Zielland variieren die Mietpreise sehr stark und zum Teil ist Wohnen auf engstem Raum oder in sehr bescheidenen Umständen der Normalfall. Wir raten, sich im Vorfeld genau zu überlegen, wie man unter den gegebenen Bedingungen ideal wohnen kann und sich selbst eine Liste anzufertigen, welche Punkte einem in diesem Zusammenhang wichtig sind.

    Ein guter Ausgangspunkt für die Suche nach einer Wohnung oder einem WG-Zimmer ist üblicherweise die Homepage der städtischen Universität. Auch die manchmal schon etwas altmodisch anmutenden „Schwarzen Bretter“ helfen oft weiter und geben eine erste Orientierung über das Preisniveau. Hilfe bieten zudem die „international offices“ der Hochschulen, die auch über Wohnmöglichkeiten in Studentenwohnheimen informieren.

    • Im Internet lässt sich schon aus der Ferne nach einem WG-Zimmer suchen, beispielsweise auf Seiten wie www.wg-gesucht.de, die auch international Zimmer vermitteln.

    • Auf www.studex.ch/de/unterkunft.html finden sich - nach einzelnen Ländern sortiert – Links zu verschiedenen Wohnungsbörsen. Sie sollten beachten, dass einige Angebote kostenpflichtig sind.

    • Auch das Portal www.justlanded.de bietet unter der Rubrik „Immobilien“ WG-Zimmer und Wohnungen zur Miete.

  • Einreise/Aufenthalt

    Rechtzeitig vor dem Auslandsaufenthalt sollten Sie prüfen, welche Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen im Gastland gelten. Benötigen Sie als Student oder Praktikant ein besonderes Visum? Wie lange dauert die Bearbeitungszeit, welche Dokumente müssen dafür vorgelegt werden? Darf neben dem Studium im Gastland gejobbt werden? Dies alles sind Fragen, die gestellt und beantwortet werden müssen.

    Informationen erteilen die Botschaften des jeweiligen Landes (meistens auch mit umfassenden Informationen auf den Homepages), das Auswärtige Amt (www.auswaertiges-amt.de) und diverse auf Visumfragen spezialisierte Agenturen. Zu nennen ist zum Beispiel die CIBT Visum Centrale mit fünf Niederlassungen in Deutschland: www.visum-centrale.de.

  • Dokumente

    Es empfiehlt sich, Kopien von wichtigen Dokumenten (z.B. Reisepass, Impfausweis, Geldkarten, Visum) anzufertigen und sowohl mitzunehmen, als auch an einem sicheren Ort zu Hause (z.B. gut zugänglich bei den Eltern, die über alle Unterlagen informiert werden sollten) zu deponieren.

    Eventuell kann es erforderlich sein, Kopien von Ausbildungs- oder Studienzeugnissen mitzunehmen. Eine genaue Absprache mit der ausländischen Hochschule oder Institution im Vorfeld des Aufenthaltes kann Missverständnisse verhindern und viel Arbeit sparen.

  • Absicherung

    Wie auch hierzulande sind die wichtigsten Versicherungen für den Auslandsaufenthalt die Kranken- und Haftpflichtversicherung. Sie sollten unbedingt überprüfen, ob diese beiden Policen eine weltweite Gültigkeit haben. Innerhalb der EU gilt die Europäische Krankenversichertenkarte, die Sie bei einem Studienaufenthalt in einem EU-Land bei Ihrer Gesetzlichen Krankenkasse beantragen können.

    Aber Vorsicht: Die Kassen erkennen nicht alle im Ausland erbrachten Leistungen an und häufig müssen Sie privat in Vorleistungen gehen. Damit Sie nicht auf Ihren Kosten sitzen bleiben, sollten Sie möglichst eine private Zusatzversicherung abschließen. Außerhalb der EU sollten Sie zwingend eine weltweit gültige Auslandskrankenversicherung abschließen. Achten Sie dabei darauf, ob die Police auch Arzt- und Krankenhausbesuche im Ausland abdeckt.

  • Fördermöglichkeiten/Finanzierung

    Das Praktikums-Salär dürfte – falls es überhaupt eines gibt – auch im Ausland nicht besonders üppig sein. Außerdem kommen wie auch beim Auslandsstudium jede Menge zusätzliche Kosten (z.B. für die Reise, Visa, Impfungen etc.) auf Sie zu. Ihr Traum sollte deswegen aber nicht platzen, denn auch für Praktika gibt es Fördermöglichkeiten.

    So unterstützt beispielsweise Erasmus im Rahmen des EU-Projekts für lebenslanges Lernen Unternehmenspraktika im europäischen Ausland. Das Stipendium steht allerdings nur Studenten offen. Der Lebenshaltungskostenzuschuss liegt im Durchschnitt bei 350 Euro (maximal sind 400 Euro möglich) und wird drei bis maximal 12 Monate gewährt. Mehr Infos dazu: www.eu.daad.de/eu/index.html.

    Auch der DAAD fördert Praktika und bietet etwa Fahrtkostenzuschüsse. Zudem gibt es unterschiedliche Kurzstipendien für bestimmte Typen von Praktika (z.B. für Lehrer, Hospitanzen an internationalen Organisationen oder in deutschen Auslandsvertretungen usw.) Mehr Infos dazu: www.daad.de/ausland/praktika/informationsstellen-beim-daad/00670.de.html.

    Außerdem gibt es selbst für ein Auslands-Praktikum BAföG – jedoch nur, wenn dieses im Rahmen des Studiums vorgeschrieben ist und mindestens zwölf Wochen dauert. Dabei setzt die Behörde voraus, dass ausreichende Kenntnisse der Landessprache vorhanden sind. Mehr Infos: www.das-neue-bafoeg.de/index.php (auf der Startseite links auf Antragstellung/Ausland klicken).

    Wenn Sie für all diese Finanzspritzen nicht in Frage kommen, besteht immer noch die Möglichkeit, einen Bildungskredit aufzunehmen.

    Falls eine Förderung über Auslands-BAföG nicht in Frage kommt oder es eine Lücke zu überbrücken gilt, kann möglicherweise ein Bildungskredit über das Bildungskreditprogramm der Bundesregierung helfen. Dieser liegt zwischen 1.000 und 7.200 Euro bei einem durchschnittlichen effektiven Jahreszins von 2,15 Prozent. Er wird sogar unabhängig von den eigenen Einkommensverhältnissen oder Vermögen der Eltern gezahlt.

    • Alle Informationen finden sich auf www.bva.bund.de (gleich auf der Startseite in der Rubrik für „Bürgerinnen und Bürger“ in der Mitte auf „Bildungskredit“ klicken).

Weitere Informationen zu den Themen:

Sonntag, 26. Mai 2013

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