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Auslandsaufenthalt:

Studium im Ausland

  • Ein Auslandsstudium bringt:

    • zusätzliche Sprachkenntnisse
    • Studienangebote und Studienformen, die in Deutschland nicht angeboten werden
    • Kennen lernen einer anderen Kultur sowie persönliche Erfahrung und Kompetenz für den Umgang mit fremden Menschen
    • Praktische Erfahrungen für internationale Tätigkeiten und Kontakte

Wichtig: Planen Sie auf jeden Fall genügend Zeit zur Vorbereitung ein! Rechnen Sie mit gut 18 Monaten von den ersten Schritten bis zur Abreise. Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen

Vorbereitung

  • Auswahl der Hochschule (Organisationen: DAAD, Erasmus, Sokrates)

    Organisationen wie der Deutsche Akademische Austausch Dienst DAAD bieten sehr umfangreiche Hilfe bei der Wahl der richtigen Hochschule, egal ob für ein oder mehrere Auslandssemester während des Studiums, einen Forschungsaufenthalt im Ausland (z.B. im Rahmen einer Promotion) oder auch für ein international ausgerichtetes Studium in Deutschland oder einen Studiengang mit Doppeldiplom. (www.daad.de)

    Auf der Homepage kann auch eine Fachrichtung (z.B. Architektur) und ein Zielland eingegeben werden. Der Interessent erhält dann eine Liste mit den Universitäten oder Einrichtungen, die den gewünschten Studiengang im Ausland anbieten. Wer sich schon für ein Land entschieden hat, findet auf der Seite des DAAD unfangreiche Informationen zum jeweiligen Hochschulsystem, den Zulassungsbedingungen und den einzelnen Unis.

    Der DAAD bietet zudem eine umfassende kommentierte Linksammlung, in der nach Ländern oder Stichpunkten gesucht werden kann.

    Auf www.mastersportal.eu kann beispielsweise nach Masterprogrammen in Europa für verschiedene Fachrichtungen gesucht werden.

    Sehr hilfreich ist auch die Seite des deutschen Bildungsservers www.bildungsserver.de. Auf der Unterseite www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=501 finden sich diverse Suchmaschinen für Studiengänge im Ausland und internationale Studiengänge.

    Auf www.hochschulkompass.de lässt sich leicht darstellen, mit welchen deutschen Hochschulen eine Ziel-Uni bereits Kooperationen eingegangen ist.

  • Flug

    Einige Reisebüros haben sich auf günstige Angebote für Studenten spezialisiert. Zu nennen ist beispielsweise STA Travel (www.statravel.de), das mit über 35 Reisesbüros in ganz Deutschland vertreten ist. Für einige Studentenangebote muss der internationale Studentenausweis ISIC vorgelegt werden (siehe „Internationaler Studentenausweis“). In jedem Fall sollten Sie immer prüfen, ob der Studententarif einer Fluggesellschaft wirklich günstiger ist als die entsprechenden Angebote der Billigflieger.

    Sie sollten auch die Gepäckbestimmungen beachten. Nach mehreren Semestern im Ausland ist es meist schwer, mit 20 kg Gepäck auszukommen, um alle Erinnerungen in die Heimat zu transportieren. Manchmal lohnt sich also ein etwas teureres Ticket, das dafür mehr Gepäckmitnahme erlaubt, denn Übergepäck ist teuer.

  • Internationaler Studentenausweis

    Der internationale Studentenausweis ISIC (International Student Identity Card) wurde vor mehr als 40 Jahren als globaler Nachweis des Studierenden- und Schülerstatus eingeführt, um als Reisekarte mit Dokumentencharakter dieser Personengruppe den Zugang zu den weltweiten studentischen Vergünstigungen und Services zu erleichtern.

    In 118 Ländern der Welt wird die Karte akzeptiert und sollte daher in keinem Reisegepäck fehlen. Das Erstellen des Ausweises kostet 12 Euro. Beantragt werden kann er in einer der etwa 500 ISIC-Ausgabestellen in Deutschland oder online auf www.isic.de/onlineantrag/.

    Unter www.isic.de finden Sie alle wichtigen Informationen.

  • Unterkunft/Wohnung

    Für einen Auslandsaufenthalt eine Wohnung oder ein Zimmer zu finden, in dem man sich wohl und sicher fühlt und sich gerne aufhält, ist sehr wichtig. Insbesondere nach einem anstrengenden Tag an der Uni oder bei der Arbeit – und womöglich der anfangs noch anstrengenden Kommunikation in einer Fremdsprache – ist es sehr viel wert, sich abends in seine eigenen vier Wänden zurückziehen zu können.

    Oftmals ist es im Ausland jedoch üblich, sich mit anderen Studenten sogar ein Zimmer zu teilen. Je nach Zielland variieren die Mietpreise sehr stark und zum Teil ist Wohnen auf engstem Raum oder in sehr bescheidenen Umständen der Normalfall. Wir raten, sich im Vorfeld genau zu überlegen, wie man unter den gegebenen Bedingungen ideal wohnen kann und sich selbst eine Liste anzufertigen, welche Punkte einem in diesem Zusammenhang wichtig sind.

    Ein guter Ausgangspunkt für die Suche nach einer Wohnung oder einem WG-Zimmer ist üblicherweise die Homepage der Ziel-Uni oder der Institution. Auch die manchmal schon etwas altmodisch anmutenden „Schwarzen Bretter“ helfen oft weiter und geben eine erste Orientierung über das Preisniveau. Hilfe bieten zudem die „international offices“ der Hochschulen, die auch über Wohnmöglichkeiten in Studentenwohnheimen informieren.

    • Im Internet lässt sich schon aus der Ferne nach einem WG-Zimmer suchen, beispielsweise auf Seiten wie www.wg-gesucht.de, die auch international Zimmer vermitteln.

    • Auf www.studex.ch/de/unterkunft.html finden sich - nach einzelnen Ländern sortiert – Links zu verschiedenen Wohnungsbörsen. Sie sollten beachten, dass einige Angebote kostenpflichtig sind.

    • Auch das Portal www.justlanded.de bietet unter der Rubrik „Immobilien“ WG-Zimmer und Wohnungen zur Miete.

  • Einreise/Aufenthalt

    Rechtzeitig vor dem Auslandsaufenthalt sollten Sie prüfen, welche Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen im Gastland gelten. Benötigen Sie als Student ein besonderes Visum? Wie lange dauert die Bearbeitungszeit, welche Dokumente müssen dafür vorgelegt werden? Darf neben dem Studium im Gastland gejobbt werden? Dies alles sind Fragen, die gestellt und beantwortet werden müssen.

    Informationen erteilen die Botschaften des jeweiligen Landes (meistens auch mit umfassenden Informationen auf den Homepages), das Auswärtige Amt (www.auswaertiges-amt.de) und diverse auf Visumfragen spezialisierte Agenturen. Zu nennen ist zum Beispiel die CIBT Visum Centrale mit fünf Niederlassungen in Deutschland: www.visum-centrale.dewww.visum-centrale.de.

  • Dokumente

    Es empfiehlt sich, Kopien von wichtigen Dokumenten (z.B. Reisepass, Impfausweis, Geldkarten, Visum) anzufertigen und sowohl mitzunehmen, als auch an einem sicheren Ort zu Hause (z.B. gut zugänglich bei den Eltern, die über alle Unterlagen informiert werden sollten) zu deponieren.

    Eventuell kann es erforderlich sein, Kopien von Ausbildungs- oder Studienzeugnissen mitzunehmen. Eine genaue Absprache mit der ausländischen Hochschule oder Institution im Vorfeld des Aufenthaltes kann Missverständnisse verhindern und viel Arbeit sparen.

  • Anerkennung der Leistungen von ausländischen Hochschulen

    Inwieweit Leistungen, die an ausländischen Unis erbracht wurden, an der deutschen Hochschule anerkannt werden, hängt davon ab, ob zwischen den einzelnen Hochschulen Partnerschaften oder so genannte Learning Agreements bestehen, die Fragen der Anerkennung vertraglich regeln. Es gibt in dieser Sache keine bundesweit einheitliche Regelung.

    Unverzichtbar ist, die entsprechende Prüfungsordnung vor dem Auslandsaufenthalt zu konsultieren und bereits im Vorfeld die Fragen der Anerkennung zu klären, damit nicht nach absolvierten Auslandssemestern die böse Überraschung in Form einer Ablehnung der Leistungen an der Heimathochschule blüht.

    • Umfassende Informationen zur Anerkennung von Leistungen finden Sie auf www.anabin.de (anabin steht für „Anerkennung und Bewertung ausländischer Bildungsnachweise“). Besonders die FAQs geben einen guten Überblick über relevante Fragestellungen.

    • Auf EU-Ebene wurden dafür in den einzelnen Mitgliedsstaaten Informationszentren für die Anerkennung eingerichtet, die für Fragen zur Verfügung stehen. Alle weiteren Details finden Sie unter www.enic-naric.net/index.aspx.

  • Absicherung

    Wie auch hierzulande sind die wichtigsten Versicherungen für den Auslandsaufenthalt die Kranken- und Haftpflichtversicherung. Sie sollten unbedingt überprüfen, ob diese beiden Policen eine weltweite Gültigkeit haben. Innerhalb der EU gilt die Europäische Krankenversichertenkarte, die Sie bei einem Studienaufenthalt in einem EU-Land bei Ihrer Gesetzlichen Krankenkasse beantragen können.

    Aber Vorsicht: Die Kassen erkennen nicht alle im Ausland erbrachten Leistungen an und häufig müssen Sie privat in Vorleistungen gehen. Damit Sie nicht auf Ihren Kosten sitzen bleiben, sollten Sie möglichst eine private Zusatzversicherung abschließen. Außerhalb der EU sollten Sie zwingend eine weltweit gültige Auslandskrankenversicherung abschließen. Achten Sie dabei darauf, ob die Police auch Arzt- und Krankenhausbesuche im Ausland abdeckt.

    • Eine günstige Absicherung speziell für Studierende und Praktikanten bieten wir vom BDAE an. Die Auslandskrankenversicherung ExpatAcademic ist bereits ab 39 Euro pro Monat zu haben. Mehr dazu auf www.bdae.com/de/auslandsversicherung/expat_academic.htm.

    • Allgemeine Infos zum Thema finden Sie auch auf www.just-study.com/krankenversicherung-im-ausland/.

    • In Sachen Haftpflichtversicherung sollten Sie prüfen, ob diese auch über die deutschen Grenzen hinaus gültig ist. Unter Umständen lohnt es sich auch eine Rechtsschutzversicherung für den Fall der Fälle abzuschließen. Mehr dazu auf www.bdae.com/de/auslandsversicherung/rechtsschutz_im_ausland.htm.

    • Der BDAE hat ein Auslands-Service-Paket geschnürt, über das Sie im Rahmen der BDAE-Mitgliedschaft schon einige Absicherungsmöglichkeiten inklusive haben. Auf www.bdae.com/de/mitgliedschaft/vorteile.htm erfahren Sie mehr über die Vorteile dieses Angebots.

  • Sprachkenntnisse (z.B. TOEFL)

    Von einem Auslandsstudium oder Praktikum profitiert am meisten, wer die Landessprache beherrscht. Da gerade für ein Auslandssemester und eine wissenschaftliche Arbeit Grundkenntnisse nicht reichen, sollten Sie rechtzeitig Sprachkompetenz erwerben.

    Einige Universitäten fordern Nachweise über Sprachkenntnisse an. Am bekanntesten ist der TOEFL-Test (Test of English as a Foreign Language) aus dem englischsprachigen Raum, der weltweit in 180 Ländern angeboten wird und internetbasiert oder konventionell in Papierform abgelegt werden kann. Bitte beachten Sie dabei die Anmeldefristen für den Test und die Kosten von ca. 225 US-Dollar.

Fördermöglichkeiten/Finanzierung

  • Stipendiatenprogramme

    Einen sehr guten Überblick über das Angebot an Fördermöglichkeiten bietet die Homepage des DAAD. In der Stipendiatendatenbank können Interessierte ihre Fachrichtung, das Zielland und ihren Status (z.B. Studierender, Graduierter etc.) eingeben und erhalten dann eine Übersicht über die vorhandenen Förderprogramme – sowohl diejenigen, die der DAAD anbietet, als auch externe.

    Hilfreich ist ebenso der Stipendienlotse des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit einer umfangreichen Datenbank: www.stipendienlotse.de/suche_stipendien.php.

    Die Europäische Union bietet seit über 20 Jahren Förderprogramme zur Intensivierung der Mobilität von Studierenden, Graduierten und Wissenschaftlern an. So ermöglicht beispielsweise das Hochschulprogramm SOKRATES/ERASMUS, ohne Zahlung von Gebühren an einer europäischen Hochschule zu studieren und zudem einen Mobilitätszuschuss zu erhalten. Ein weiterer Vorteil der Programme ist, dass die im Ausland erbrachten Studienleistungen an der Heimathochschule voll anerkannt werden.

    Einen guten Überblick über die EU-Bildungsprogramme (z.B. ERASMUS, ERASMUS MUNDUS etc.) bietet die Seite www.eu.daad.de/eu/index.html.

    Auch einige Begabtenförderungswerke in Deutschland unterstützen Studienvorhaben deutscher Studenten im Ausland. Zu nennen sind hier unter anderem:

    • Studienstiftung des Deutschen Volkes,

    • Konrad-Adenauer-Stiftung,

    • Hans-Seidel-Stiftung e.V.,

    • Friedrich-Ebert-Stiftung,

    • Friedrich-Naumann-Stiftung,

    • Heinrich-Böll-Stiftung,

    • Stiftung der Deutschen Wirtschaft,

    • Rotary International etc.

    Umfassende Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Stiftungen. Wichtig: Die Institutionen sind zum Teil parteinah. Studieren Sie also genau die jeweiligen Fördergrundsätze.

    • Graduierten mit Auslandsvorhaben wird die Alexander von Humboldt-Stiftung empfohlen. Auf www.humboldt-foundation.de/web/start.htmlwww.humboldt-foundation.de/web/start.html kann zielgruppenspezifisch nach Förderprogrammen gesucht werden.

    • Für Studienaufenthalte in den USA sei noch gesondert das Fulbright-Programm genannt. Informationen unter www.fulbright.de/home.htmlwww.fulbright.de/home.html.

  • Auslands-BAföG

    Studierende mit ständigem Wohnsitz in Deutschland können für einen fachorientierten Aufenthalt im Ausland eine Förderung nach dem BAföG erhalten, den so genannten „Auslands-BAföG“. Damit alles klappt, ist vor allem eine rechtzeitige Organisation notwendig. Spätestens sechs Monate vor dem Beginn des Auslandsaufenthaltes sollten Sie die BAföG-Auslandsförderung beim zuständigen Amt für Auslandsförderung beantragen. Zudem kann es sinnvoll sein, einen Antrag auf Vorabentscheid zu stellen, um rechtzeitig zu wissen, ob ein Anspruch besteht und man mit einer Förderung rechnen kann.

    Ein Studium im Ausland muss mindestens ein Semester dauern, damit es gefördert werden kann. Grundsätzlich umfasst der Zuschuss den gleichen Betrag, den man auch im Inland erhalten könnte. Hinzu kommen jedoch verschiedene Zuschläge für Hin- und Rückreise, Krankenversicherung und Studiengebühren.

    Achtung: Die inländische BAföG-Förderung kann nicht einfach mit ins Ausland genommen werden. Informationen zum Auslands-BAföG hat das Deutsche Studentenwerk in einem übersichtlichen Flyer zusammengestellt: www.studentenwerke.de/pdf/Auslandsflyer_Stand_Oktober_2010.pdf.

  • Bildungskredit

    Falls eine Förderung über Auslands-BAföG nicht in Frage kommt oder es eine Lücke zu überbrücken gilt, kann möglicherweise ein Bildungskredit über das Bildungskreditprogramm der Bundesregierung helfen. Dieser liegt zwischen 1.000 und 7.200 Euro bei einem durchschnittlichen effektiven Jahreszins von 2,15 Prozent. Er wird sogar unabhängig von den eigenen Einkommensverhältnissen oder Vermögen der Eltern gezahlt.

    • Alle Informationen finden sich auf www.bva.bund.de (gleich auf der Startseite in der Rubrik für „Bürgerinnen und Bürger“ in der Mitte auf „Bildungskredit“ klicken).

Die wichtigsten Informations- und Beratungsstellen:

Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema "Lernen und Arbeiten im Ausland" ist die Europa-Hotline der Bundesagentur für Arbeit: 01805-222023 (12 Cent pro Minute).

Informatives zu Studienland EU, Austauschprogrammen, integrierten Auslandsstudienmöglichkeiten der Hochschule in der EU, etc. können per Mail erfragt werden bei: Infohotline-Ausland(AT)arbeitsagentur.de
 

Weitere Informationen zu den Themen:

Donnerstag, 17. Mai 2012

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