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SERVICES: Berufliche Zukunft im Handel
Berufliche Zukunft im Handel
Der Einzelhandel präsentiert sich den Verbrauchern mit einem breiten, laufend erneuerten Warenangebot - von modischen Artikeln über Glas, Porzellan, Keramik sowie Schmuck und Kosmetika, technischen Gebrauchsgütern einschließlich Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Lebensmittel und Möbeln/Küchen bis hin zu Heimwerker- und Hobbybedarf. Diese Waren werden von Fachgeschäften, Discountern, SB-Warenhäusern, Supermärkten, Warenhäusern, Kaufhäusern, Verbrauchermärkten, Boutiquen, Versandhäusern, Internet-Händlern u.a. angeboten, präsentiert und verkauft.
Sowohl multinationale Konzerne als auch familiengeführte Fachgeschäfte prägen den Einzelhandel in Deutschland. Dies zeigt, sowohl als Selbstständiger wie auch als Angestellter kann man Karriere im Handel machen.
Die Arbeitsanforderungen verändern sich permanent:
- Neue Waren erfordern neue Warenkenntnisse
- die Erschließung neuer Lieferanten und Hersteller erfordert Verhandlungen mit neuen Partnern, die Beurteilung der neuen Waren durch Einkäufer und die Etablierung neuer Logistikketten
- die Modernisierung und Rationalisierung der Geschäftsprozesse im Handel erfordert betriebswirtschaftliches und gestalterisches KnowHow
- die Durchdringung des Handels mit Informations- und Kommunikationstechnik erfordert IT-Kompetenz
- Kundenorientierung erfordert nicht nur Verkaufskompetenz, sondern auch die Fähigkeit, Kundenwünsche analysieren zu können
- der Umgang mit Kunden erfordert die Fähigkeit und Bereitschaft, sich immer wieder auf neue Menschen und ihre Stimmungen einzulassen und gerne mit ihnen umzugehen
- Das Aufspüren von Markt- und Verkaufsnischen bieten Chancen für die Gründung eines eigenen Unternehmens oder die Übernahme einer neuen Filiale, in der eine neue Verkaufskonzeption entwickelt wird.
Somit bietet der Handel immer wieder neue Herausforderungen und hält interessante, moderne Ausbildungsberufe und Karrierewege für ehrgeizige, leistungsorientierte und teamorientierte junge Leute bereit.
Ohne gute Ausbildung keine Karriere
Qualifizierung und lebensbegleitendes Lernen haben im Einzelhandel eine hohe Bedeutung und die Grundlage für jede Karriere im Einzelhandel ist eine gute Ausbildung - entweder in einem der Ausbildungsberufe des dualen Ausbildungssystems oder in einem handelsorientierten Studiengang. Auch wenn der Akademikeranteil im Handel steigt, gilt nach wie vor, dass die praktische Berufserfahrung, die fundierte Kenntnis der Aufgaben am Point of Sale unerlässlich sind, um eine Karriere im Handel zu starten.
Daher gehört der Handel nach wie vor zu den Wirtschaftsbereichen, in denen das Wort von der "Karriere mit Lehre" absolut zutrifft: Viele Führungskräfte bis in die ganz hohen Positionen hinein und natürlich viele selbständige Händler haben ihre Berufslaufbahn mit einer fundierten Berufsausbildung im Handel begonnen.
Der Einzelhandel bildet entsprechend dem differenzierten Qualifikationsbedarf in einer großen Zahl von Berufen aus.
Der Handel bietet Alternativen zum Studium
Der Einzelhandel bietet leistungsorientierten jungen Leuten, die die Hochschulreife bereits geschafft haben, sehr interessante Ausbildungswege an, die eine besonders attraktive Alternative zum Universitätsstudium darstellen:
- Berufsintegrierte Bildungsgänge (zum Handelsfachwirt/zur Handelsfachwirtin oder - zum Handelsassistenten/zur Handelsassistentin – Einzelhandel)
- Berufsakademie
Zahlreiche Handelsunternehmen kooperieren auch mit Berufsakademien, um Führungsnachwuchskräfte auszubilden. Die Berufsakademien bieten ein 6-semestriges Studium, kombiniert mit einer betrieblich-praxisorientierten Ausbildung.
Was spricht für eine Karriere im Handel?
- interessante, abwechslungsreiche und krisensichere Arbeitsplätze
- leistungsgerechte Bezahlung
- flexible Arbeitszeiten
- gute Einkommenschancen, insbesondere für Führungskräfte
- zusätzliche Sozialleistungen
- tarifliches Urlaubsgeld
- Weihnachtsgeld
- vermögenswirksame Leistungen
- verbilligter Einkauf für Mitarbeiter
Was erwarten die Unternehmen von den Bewerbern?
Für keinen der Berufe im dualen Ausbildungssystem ist ein bestimmter Mindest-Schulabschluss vorgegeben: Jeder Ausbildungsberuf steht grundsätzlich sämtlichen Schulabgängern offen. Dennoch haben sich gewisse Schwerpunkte herausgebildet.
In den zentralen Einzelhandelsberufen Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Verkäufer/in werden vorwiegend Realschulabsolventen und Hauptschulabgänger ausgebildet.
Im Beruf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel werden recht häufig und gern auch Abiturienten bzw. Hochschulzugangsberechtigte zur Ausbildung eingestellt, häufig in einer besonderen Kombination mit dem Fortbildungsabschluss Handelsassistent oder Handelsfachwirt.
Wichtig sind für die Unternehmen des Einzelhandels insbesondere folgende Qualifikationen bzw. Eigenschaften:
- Kontaktfreudigkeit, freundliches Auftreten, Offenheit für Neues
- gepflegtes und umgängliches Auftreten
- Spaß an Kundenberatung
- Serviceorientierung, Teamorientierung
- Grundkompetenzen wie Beherrschung der Grundrechenarten (incl. Dreisatz und Prozentrechnen) und der deutschen Sprache, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit
- Mobilitätsbereitschaft
- Flexibilität, Denken in Zusammenhängen
- Bereitschaft zum lebensbegleitenden Lernen
- Freude am Umgang mit Waren (der verschiedensten Art, also z. B. auch Modeorientierung oder Technikorientierung)
- Leistungsorientierung
Zu den wichtigsten Ausbildungsberufen des Einzelhandels zählen unter anderem Verkäufer/-in und Kaufmann/-frau im Einzelhandel.
Ausbildungsberuf: Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel
Ausbildungsdauer: 3 Jahre (bei mittlerer Reife ist eine Verkürzung der Ausbildungszeit um ein halbes Jahr, bei Abitur um ein Jahr möglich). Die Ausbildung erfolgt an den Lernorten Betrieb und Berufsschule
Dank der Aufteilung in Wahl- und Pflichtfächer ist dieser Beruf zukunftsorientiert, bedarfsgerecht und flexibel – ein moderner Beruf für einen modernen Einzelhandel.
Kernkompetenz von Kaufleuten ist es, erfolgreiche Verkaufs- und Beratungsgespräche zu führen. Dazu haben sie nicht nur das notwendige Wissen im Bereich Verkaufspsychologie, sondern sind auch in der Lage, dieses Wissen im Kontakt mit Menschen anzuwenden. Einfühlungsvermögen und Freundlichkeit sind dazu ebenso Voraussetzungen wie fundiertes Wissen über die Produkte. Sie unterstützen Unternehmensprozesse aus betriebswirtschaftlicher und kundenorientierter Sicht von der Beschaffung bis zum Verkauf.
Weitere Aufgaben können in den Tätigkeitsfeldern Warenwirtschaft, Sortimentsgestaltung, Marketing, Handelslogistik, Beschaffung und Warenannahme, Rechnungswesen, Personalwirtschaft, Controlling und E-Commerce wahrgenommen werden.
Neben dem unmittelbaren Kundenkontakt haben Kaufleute eine Vielzahl weiterer Aufgaben, die im Hintergrund ablaufen: So ermitteln sie die Bedarfe der Kunden, planen ein kundenorientiertes Sortiment, organisieren den Wareneinkauf und verfügen über umfangreiche Kenntnisse zu den Waren des Sortiments. Sie kennen sich in Fragen der Lagerhaltung und Logistik aus und beherrschen die Grundregeln der verkaufswirksamen Warenpräsentation und der Werbung. Sie können kaufmännisch kalkulieren und sind fit im Kassen- und Rechnungswesen.
Und nach der erfolgreichen Ausbildung kann die Karriere im Handel richtig beginnen.
Weiterbildung:
Der Abschluss als Kaufmann bzw. Kauffrau im Einzelhandel ist eine ausgezeichnete Basis, um sich im Handel weiter zu entwickeln und erfolgreich zu sein, zum Beispiel als Substitut, als Abteilungsleiter, Einkäufer, Personalchef, Werbeleiter, Filialleiter, Geschäftsführer und nicht zuletzt als selbstständiger Unternehmer.
Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Lehre bieten Fachschulen des Einzelhandels sowie Fachkurse und Seminare. Beispielsweise die Weiterbildung zum Handelsfachwirt, Weiterbildung zum Fachkaufmann oder die Weiterbildung zum Fachkaufmann bzw. zu Fachkauffrau (z.B. Personalfachkaufmann/-kauffrau, Fachkaufmann/-frau für Marketing).
Als ausgebildeter Handelsfachwirt, zum Beispiel, sind Sie fit für den Einstieg in eine Führungsposition: Sie verstehen betriebswirtschaftliche Abläufe in ihrem Gesamtzusammenhang, können diese beurteilen und steuern. Je nach Aufgabengebiet betreuen Sie den Ein- und Verkauf, entwerfen Marketing-Konzepte, werten Umsatz- und Verkaufsstatistiken aus, setzen das betriebliche Controlling als Instrument der erfolgreichen Unternehmenssteuerung ein oder prüfen die Rechtmäßigkeit von Verträgen.

