Tipps zum Auslandsaufenthalt

 

bdae-fiPräsentiert vom Bund der Auslands-Erwerbstätigen (BDAE) e.V. (www.bdae.com)

 

Ein Auslandsaufenthalt erweitert nicht nur den ber√ľhmten pers√∂nlichen Horizont, sondern kann deinen kompletten Werdegang beeinflussen. Andere Kulturen n√§her¬† kennenzulernen und in einem v√∂llig fremden Umfeld mit anderen Sitten und Gebr√§uchen zu bestehen, bereichert einerseits deine Pers√∂nlichkeit, und kann andererseits sp√§ter deine Karriere entscheidend vorantreiben. Die Erfahrungen, die du beim Arbeiten im Ausland sammeln wirst, kann dir keiner mehr nehmen und machen sich ‚Äď nebenbei gesagt ‚Äď auch sehr gut in deinem Lebenslauf. Wenn es dann losgeht, wirst du viel organisieren m√ľssen. Daf√ľr haben wir einige Tipps zusammengestellt.

Warum ins Ausland?

Viele Unternehmen sind international vernetzt und haben Mitarbeiter unterschiedlicher Nationalit√§ten. Deshalb w√ľnschen sich etliche Arbeitgeber Mitarbeiter mit Auslandserfahrung. Neben Fremdsprachenkenntnissen kommt noch hinzu, dass du im Ausland Kontakte und Freundschaften kn√ľpfen kannst, die eine lebenslange Bereicherung sind. Vor allem aber macht dich diese Erfahrung selbstbewusster und in derRegel auch kl√ľger.

b1

 

Während der Ausbildung ins Ausland

Wusstest du eigentlich, dass die M√∂glichkeit,einenTeil der Berufsausbildung im Ausland zu verbringen, im Berufsbildungsgesetz festgehalten ist? Tats√§chlich darfst du, wenn dein Betrieb es erlaubt, bis zu einem Vierteldeiner¬† Ausbildung im Ausland verbringen. Und daf√ľr musst du noch nicht einmal deine Lehre unterbrechen.

Wichtig ist nur, dass all das, was du im Ausland lernst, vergleichbar mit den Inhalten¬†¬† deiner deutschen Ausbildung ist. F√ľr dich vielleicht erfreulich: W√§hrend der Zeit im Ausland bist du von der Berufsschulpflicht beurlaubt und musst auch im Gastland keine Schule besuchen. Die Befreiung gilt aber nur f√ľr maximal neun Monate. Grunds√§tzlich kannst du auch deine komplette Ausbildung im Ausland absolvieren.

In der Praxis ist dies allerdings nicht so einfach, denn Deutschland ist der einzige Staat, der ein duales Ausbildungssystem hat.

 

Finanzierung des Auslandsaufenthaltes

Zun√§chst einmal ist dein Ausbildungsbetrieb verpflichtet, dir weiterhin das Gehalt in voller H√∂he zu zahlen. Das ist f√ľr ihn grunds√§tzlich kein Problem, denn er kann sich das Geld zur√ľckerstatten lassen. Dies hat die Europ√§ische Union beschlossen, um den Auslandsaufenthalt von Azubis zu f√∂rdern.

b2

 

Daf√ľr hat sie ein Programm namens LEONARDO DA VINCI ins Leben gerufen. AlleinDeutschland investiert fast vier Millionen Euro in dieses. Reise- und Unterbringungskosten musst du jedoch selbst tragen. Es gibt aber diverse F√∂rderprogramme, √ľber die du dich f√ľr ein Stipendium bewerben kannst, so dass sich der Aufenthalt finanzieren l√§sst. Auskunft √ľber diese Programme, die teilweise auch Auslandsreisen au√üerhalb der EU f√∂rdern, geben dir die Mobilit√§tsberater der Handels- und Handwerkskammern. Ansprechpartner findest du unter www.mobilitaetscoach.de.

Auswahl des Ausbildungsbetriebs

Wer von Anfang an weiß, dass er einen Teil seiner deutschen Ausbildung im Ausland absolvieren möchte, sollte seinen deutschen Arbeitgeber auch nach diesem Kriterium auswählen. Allerdings: Die meisten Unternehmen haben damit noch nicht viel Erfahrung. Das ist auch kein Wunder, da momentan weniger als zwei Prozent der deutschen Auszubildenden diese Chance wahrnehmen.

 

b3Grund sind organisatorische Herausforderungen bei der Koordination der Ausbildungs- und Berufsschulinhalte. Insbesondere f√ľr kleine Unternehmen kann es sehr umst√§ndlich und teuer sein, Auslandsaufenthalte f√ľr ihre Azubis zu organisieren. Um¬† Missverst√§ndnissen aus dem Weg zu gehen, solltest du deshalbvon Anfang an kommunizieren, dass du ins Ausland m√∂chtest. Sicherlich kann dich dann ein Ausbildungsbetrieb mit internationalen Verbindungen, der diese Vorhaben f√∂rdert und seine Azubis zu Auslandsaufenthalten motiviert, ideal unterst√ľtzen.

Absicherung

Wenn du einen Teil deiner deutschen Ausbildung im Ausland absolvierst, bedeutet das f√ľr dich, dass sich w√§hrend dieser Zeit in Bezug auf deine soziale Absicherung im Normalfall nichts √§ndert, da der Auslandsaufenthaltals Teil deiner deutschen Berufsausbildung angesehen wird und du w√§hrenddessen weiterhin in der deutschen Sozialversicherung versichert bleibst. Bitte sprich deinen Ausbildungsbetrieb auf diese Fragen an.

In jedem Fall gilt: Du solltest mit deinem Betrieb und deiner deutschen Krankenkasse pr√ľfen, ob auch w√§hrend dieser Zeit ein ausreichender Krankenversicherungsschutz besteht. Nur so kannst du verhindern, dass Versicherungsl√ľcken entstehen und du m√∂glicherweise auf im Ausland entstehenden Kosten sitzen bleibst.

 

X