Das fr├╝he Aufstehen ist f├╝r Schulkinder insbesondere im Teenageralter h├Ąufig eine Qual. Wie sich Schlafmangel durch zu fr├╝hen Schulbeginn auf die Lernleistung auswirkt, wurde bereits in zahlreichen Studien untersucht. Die wichtigsten Erkenntnisse fasst ein aktueller Artikel von Teny Maghakian Shapiro von der Santa Clara University (IZA World of Labor) zusammen. Demnach w├╝rden Jugendliche, bei denen die Schule morgens erst sp├Ąter beginnt, bessere Noten erzielen, sind emotional stabiler und verursachen sogar weniger Verkehrsunf├Ąlle. Shapiro pl├Ądiert daher f├╝r einen sp├Ąteren Schulbeginn, auch wenn durch die Umstellung erhebliche Kosten entstehen w├╝rden.

 

Schlafmangel beeinflusst ebenso den Arbeitsmarkt 
Nicht nur in der Schule und in den jungen Lebensjahren wirkt sich das fr├╝he Aufstehen negativ auf die Leistungen aus. Dass sich Schlafmangel ebenso negativ auf die individuelle Arbeitsleistung auswirkt wurde neben zahlreichen anderen Studien nun von Christian Pfeifer von der Leuphana University L├╝neburg erneut untersucht. Dabei analysierte er anhand von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) den Zusammenhang zwischen der wahrgenommenen fairen eigenen Entlohnung und der individuellen Schlafquantit├Ąt und -qualit├Ąt.
Im Ergebnis stellte sich heraus, dass Arbeitnehmer, die ihr Gehalt als unangemessen oder ungerecht empfinden, ├Âfter schlecht schlafen. Seine Untersuchung ergab, dass deutsche Arbeitnehmer, die sich ungerecht bezahlt f├╝hlen, eine um rund zehn Prozent geringere Wahrscheinlichkeit haben, eine ÔÇ×normaleÔÇť Schlafl├Ąnge zu erreichen. Als eine gesunde Schlafl├Ąnge ist dabei zwischen sieben bis neun Stunden. Durch die chronische M├╝digkeit sind die Betroffenen zus├Ątzlich unzufriedener und litten um bis zu 36 Prozent mehr unter einer vom Arzt diagnostizierten Schlafst├Ârung.
Quelle: http://wol.iza.org/articles/educational-effects-of-school-start-times

X