Laut OECD-Bildungsbericht verdienen hochqualifizierte Arbeitnehmer (Akademiker) in Deutschland deutlich mehr als eine beruflich ausgebildete Fachkraft. Sie sind auch seltener arbeitslos und im Vergleich auch nicht so häufig im Krankenstand.

Akademiker verdienen in Deutschland gemäß dem Bildungsbericht im Durchschnitt 74 Prozent mehr als Erwerbstätige, die weder zur Universität noch zur Fachhochschule gegangen sind. Im Jahr 2000 viel der Unterschied noch deutlich geringer aus und nur 45 Prozent. Wenn man sich hierzu die vergleichbaren Einkommen in anderen Industrienationen ansieht, beträgt der Lohnvorteil von Akademikern gegenwärtig nur durchschnittlich 59 Prozent.

Als positiv heben die Bildungsexperten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem diesjährigen Bildungsbericht hervor, dass in Deutschland noch nie so viele junge Menschen wie derzeit einen Studienabschluss anstreben. Gleichwohl wachse hierzulande der Anteil der Hochgebildeten so langsam wie in kaum einem anderen Industriestaat. Während in Deutschland inzwischen 28 Prozent der 25- bis 64-Jährigen über einen Studienabschluss verfügen, sind dies im OECD-Schnitt 33 Prozent.

Der OECD-Bericht macht erneut deutlich, dass eine qualifizierte Bildung der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit ist. Das gilt selbst für Krisenländer wie Spanien und Griechenland. Weltweit ist in den vergangenen Jahren vor allem die Arbeitslosigkeit von geringqualifizierten Menschen gestiegen. Unter steht der Bildungsbericht 2014 zum Download zur Verfügung.

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