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Als angehender Bauingenieur befasst sich Mike Marschke nicht mit Geb√§uden oder Stra√üen, sondern mit unterirdischen Leitungssystemen f√ľr Wasser, Gas, Strom und Telekommunikation. Seine Vertiefungsrichtung an der Fachhochschule Aachen hei√üt Netzingenieur. Parallel zu seinem Studium macht der 21-J√§hrige eine Ausbildung zum Rohrleitungsbauer bei Bilfinger Scheven in Erkrath.

Die Affinit√§t zum Bauingenieurwesen wurde Mike Marschke bereits in die Wiege gelegt: Sein Vater f√ľhrt einen Baubetrieb in Haan. "Ich habe meinen Vater oft auf Baustellen begleitet, darum wusste ich, worauf ich mich einlasse", sagt er lachend. Eine gute Mischung aus handwerklicher T√§tigkeit und anspruchsvoller B√ľroarbeit schwebte ihm vor, als er sich nach dualen Studieng√§ngen im Bereich Bauingenieurwesen umsah. Da er in der Region bleiben wollte, grenzte er seine Suche entsprechend ein. Die Stellenanzeige von Bilfinger Scheven sagt ihm zu: "Netzingenieur klingt nach Zukunft", findet er. Seine Bewerbung beim Unternehmen war erfolgreich: Nach einem Einstellungstest, bei dem er Aufgaben zu technischem Wissen, Kopfrechnen und logischem Denken l√∂ste, und einem Vorstellungsgespr√§ch konnte er den Ausbildungsvertrag unterschreiben. Mit dem Vertrag bewarb ich mich beim Berufsf√∂rderungswerk der Bauindustrie NRW um den zugeh√∂rigen Studienplatz", erkl√§rt er. Das Berufsf√∂rderungswerk organisiert das duale Studium Bauingenieurwesen im Bundesland und kooperiert mit vier Hochschulen, darunter mit der Fachhochschule Aachen, die als einzige die Vertiefungsrichtung Netzingenieur anbietet.

Baustoffkunde, Geotechnik und Wasserwirtschaft

Auf Baustellen fallen verschiedenste Arbeiten an. Hier entfernt Mike Marschke einen alten Rohranschluss mit der Flex

Foto: Axel Jusseit

Im ersten Semester, in dem sich Mike Marschke derzeit befindet, stehen an der Hochschule jedoch erst einmal die Grundlagen auf dem Programm, die f√ľr alle Bauingenieure wichtig sind. In Umwelt- und Energietechnik befassen er und seine Kommilitonen sich mit Erneuerbaren Energien, mit Gesetzesgrundlagen, wie der Einspeiseverg√ľtung, und Umweltschutz. In Mathe geht es um Differentialgleichungen und Kurvendiskussionen, die f√ľr sp√§tere F√§cher wie Statik und Mechanik wichtig werden. Und in Baustoffkunde gehen sie Beton auf den Grund. "In den kommenden Semestern kommen weitere Baustoffe wie Bitumen, Glas und Kunststoff hinzu, au√üerdem wird es um Baukonstruktion, Vermessungskunde und CAD, also Computer-Aided Design, gehen", wei√ü der duale Student. Im f√ľnften und sechsten Semester werden Grundlagen in Geotechnik, Konstruktivem Ingenieurbau, Wasser- und Abfallwirtschaft sowie Verkehrswesen vermittelt, im Vertiefungsstudium die Sparten (Ab-)Wasser, Gas, W√§rme, Strom und Telekommunikation thematisch behandelt. Zwei Tage pro Woche ist Mike Marschke an der FH Aachen und drei Tage im Ausbildungszentrum des Berufsf√∂rderungswerks in Kerpen nahe K√∂ln. Dort lernt er im ersten Ausbildungsjahr alle Gewerke des Baus kennen, bevor er sich ab dem zweiten Jahr ausschlie√ülich auf den Rohrleitungsbau konzentrieren wird. Dazu geh√∂ren unter anderem Tiefbau, Stra√üenbau, Stahlbetonbau, Vermessung und Bauzeichnen. "Im n√§chsten Block ist Mauern dran", berichtet er. "Zuerst schult uns ein Maurermeister in der Theorie, danach erhalten wir eine Bauzeichnung des Werkst√ľcks, das wir anfertigen sollen. Am Ende wird unser gemauertes Werkst√ľck benotet."

Auf regionalen Baustellen unterwegs

Bei seinem Ausbildungsbetrieb ist Mike Marschke in den vorlesungsfreien Zeiten. "Das wird auch so bleiben, bis ich nach der IHK-Abschlusspr√ľfung im f√ľnften Semester Vollzeit studieren werde", erkl√§rt er. Im ersten Praxisblock wird er auf verschiedenen Baustellen in Ratingen, K√∂ln und Wesseling dabei sein.Ein paar Mal hat er seine Kollegen bereits begleitet. "Morgens geht es fr√ľh los, zwischen sieben und halb acht. Und abends komme ich wieder nach Hause."

K√ľnftig wird der duale Student auch noch weitere Gesch√§ftsbereiche bei Bilfinger Scheven kennenlernen, denn der Netzdienstleister ist als Partner unter anderem von Kommunen und der Industrie in den Bereichen St√§dtischer Leitungsbau, Industrieservice sowie Projekt- und Anlagenbau √ľberregional t√§tig. Mike Marschke w√ľrde es nichts ausmachen, √ľber Nacht oder f√ľr l√§ngere Zeit unterwegs zu sein - ganz im Gegenteil: "Ein gro√üer Traum von mir w√§re es, sp√§ter als Bauleiter auch mal Projekte im Ausland zu betreuen. Ich habe nach dem Abi ein Jahr lang Work & Travel in Australien gemacht. Es reizt mich, auch mal von zu Hause weg zu sein." Diesen Traum kann er bei Bilfinger Scheven verwirklichen: F√ľr eine internationale T√§tigkeit schafft sein duales Studium eine sehr gute Ausgangslage.

Einen ersten Umzug hat der 21-J√§hrige schon hinter sich: F√ľr die Studienphasen hat er sich eine kleine Wohnung in Aachen gesucht, die er sich von seiner Ausbildungsverg√ľtung leisten kann. In Kerpen bekommt er eine Unterkunft und Verpflegung gestellt, und die zehn Kilometer von seinem Elternhaus in Haan zu Bilfinger Scheven in Erkrath kann er problemlos pendeln. "Ich finde die Mischung in meinem dualen Studium bislang sehr gelungen, gerade weil ich momentan sogar unter der Woche die Abwechslung zwischen Theorie und Praxis habe", zieht er eine erste Bilanz.

Quelle: dipolo Rheinland 2014/15


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